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Schlupfwarzen2018-10-08T15:23:38+00:00

Brustchirurgie – für eine ästhetische Brust

Korrektur von Schlupfwarzen

Eingezogene Brustwarzen, sogenannte Schlupfwarzen, sind eine meist angeborene Fehlbildung, die dazu führt, dass keine normalen prominenten Brustwarzen vorliegen, sondern diese unter dem Hautniveau eingezogen sind. Der Grund dafür sind zu kurze Milchgänge, die von festen bindegewebigen Fasern umgeben sind. Waren die Brustwarzen früher normal und sind die Schlupfwarzen erst neu aufgetreten, sollte die Brust vorher durch eine Mammographie und eine Ultraschalluntersuchung abgeklärt werden.

Es können unterschiedliche Schweregrade der Schlupfwarze vorliegen: Manche Brustwarzen treten nur nach Reizung oder bei Kälte hervor, manche sind tatsächlich nie prominent. Schlupfwarzen können ein- oder beidseitig auftreten und durch wiederkehrende Entzündungen kompliziert sein.

Konservative Maßnahmen um die Brustwarze „hervorzuholen“ – wie eine Niplette oder ein Brustwarzenpiercing – sind langfristig leider meist erfolglos. Die operative Korrektur von Schlupfwarzen dagegen ist wenig schmerzhaft und sehr erfolgreich.

Ich führe sie ambulant in der Technik nach Olivari in Lokalanästhesie durch. Hierbei werden über einen sehr kleinen Schnitt direkt neben der Brustwarze die Milchgänge durchtrennt und die nun befreite Brustwarze nach außen gezogen. Um zu verhindern, daß sie wieder zurücksinkt, wird die Brustwarzenbasis durch eine unter der Haut liegende spezielle Naht verkleinert. Dies führt unmittelbar zu einem harmonischen und ästhetischen Aussehen der Brüste mit normal geformten Brustwarzen.

Der winzige Hautschnitt entlang der Brustwarze wird mit 1-2 sehr dünnen Fäden verschlossen, welche nach 10 Tagen problemlos gezogen werden. Ein lockerer Verband beendet die Operation. Bitte tragen sie keinen zu engen BH während der ersten 3 Wochen. Sollten Sie im weiteren Verlauf ein Piercing wünschen, ist es empfehlenswert, dieses erst nach 3 Monaten zu stechen.

Komplikationen nach einer fachgerecht durchgeführten Schlupfwarzenkorrektur sind sehr selten und in der Regel unbedeutend:

Nach der Operation kann es zu einer vorübergehenden, in sehr seltenen Fällen auch bleibenden Gefühlsstörungen an den Brustwarzen kommen. Da meist vor der Korrektur bereits eine Stillunfähigkeit vorlag, spielt eine eventuell auch nach der Korrekturoperation bleibende Unfähigkeit zu stillen keine wesentliche Rolle. Wundheilungsstörungen sind ebenfalls selten, wenn Sie nicht rauchen und sich an die postoperativen Empfehlungen halten. Ein erneutes Zurücksinken der Brustwarze ist mit der oben beschriebenen Technik selten.